Die Futtermenge richtet vor Allem nach folgenden Krierien: Gewicht, Alter, Aktivität des Hundes.
Es gelten nachfolgende Richtlinien:
Welpen und Junghunde bis ca. 12 Monate benötigen grundsätzlich eine größere Menge an Futter.
Rechnen Sie bitte mit ca. 4 % bis 6 % des Körpergewichts, verteilt auf drei Mahlzeiten pro Tag. Der Gemüse- und Obstanteil sollte zwischen 10 % bis 20 % betragen.
Die Welpen werden im Regelfall bis etwa zur 4. Lebenswoche ausschließlich durch die Mutter gefüttert. Ab dann kann bereits zugefüttert werden.
Beginnen Sie zunächst mit einem Brei aus mit Wasser verdünntem Joghurt, vermengt mit Hafer- und Gerstenflocken. Alternativ zum Joghurt kann frische Ziegenmilch gegeben werden. Vermeiden Sie allerdings die Fütterung mit pasteurisierter oder hocherhitzter Milch, da sämtliche Eigenschaften einer frischen Milch verloren gegangen sind.
Bereits ab der 5. Woche können Sie das erste frische Fleisch gegeben werden. Nehmen Sie nur mageres Fleisch, z.B. von Hühnern, Hasen, Schaf und Ziege oder Pute. Bei der Fütterung von Rindfleisch vermeiden Sie jedoch Pansen und Innereien, da diese einen hohen Fettgehalt aufweisen. Das Fleisch sollte in der Anfangsphase fein durch einen Fleischwolf gedreht werden.
Runden Sie die Mahlzeiten bereits von Beginn der Rohfütterung mit einigen Tropfen Öl, z.B. Leinsam- oder Hanföl, ab.
Den Welpenbrei füttern Sie bis etwa zur 16. Lebenswoche, dann kann langsam auf "normales" Fleisch umgestellt werden. Auch die ersten Knochen, vorzugsweise Hühnerhälse, können Sie füttern, um den Kalziumbedarf abzudecken.
Ausgewachsene Hunde bekommen ca. 2 % des Körpergewichts, davon 80 % Fleisch und 20 % Gemüse.
Ein Standardfrage von Neubarfern lautet: was kann ich alles füttern?
Grundsätzlich kann jede Fleischsorte, außer Schweinefleisch, roh gefüttert werden. Innereien sollte maximal 2 - 3 mal pro Woche gegeben werden. Hühnerfleisch in rohem Zustand ist ebenso ungefährlich wie ganze rohe Fische. Hühnerknochen und Gräten sind nur in gekochtem Zustand lebensgefährlich.
An Gemüse können bis auf alle Nachtschattengewächse (z.B. Tomaten und Paprika) gefüttert werden. Gemüse sollten grundsätzlich püriert werden, da der Hund die Vitamine und Ballaststoffe nicht aufspalten und aufnehmen kann.
Da das Gemüse viele fettlösliche Vitamine enthält, geben Sie grundsätzlich etwas Öl dazu.
Nehmen Sie grundsätzlich kaltgepresste Öle zu den Mahlzeiten. Besonders empfehlenswert sind Omega 3, Lachsöl, Leinöl, Fischöl, Dorschlebertran und Nachtkerzenöl.
Sollten Sie Getreide verfüttern wollen, was allerdings kein Muß ist, achten Sie darauf, dass dieses glutenfrei ist. Empfehlenswert sind vorgequollene Hafer- und Hirseflocken, Amaranth, Reis und Nudeln.
An Kräutern empfehlen sich Löwenzahn, Kresse, Petersilie, Schachtelhalm und Berennnesseln. Auch sonstige Garten- und Wildkräuter können in kleinen Mengen gegeben werden.
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